Wir machen den Revo flott!
Von Frank S.
Bei uns im Renncenter Segeberg scheint sich seit 2025 eine Trendwende im 1:32er Bereich anzubahnen. Waren seit vielen Jahren die kleinen Plastikflitzer von Slot.It das Maß aller Dinge, so machten die tollen Modelle von RevoSlot, seit ihrer Zulassung 2022 in der Slot.It-Serie, immer mehr Boden gut.
Die Modelle kommen, auch bedingt durch das Metallfahrwerk, mit wesentlich weniger Fertigungstoleranzen aus der Verpackung (meine persönliche Wahrnehmung) und müssen daher nicht ganz so intensiv nachbearbeitet werden.
Die folgenden Arbeitsschritte haben bei mir(!) dazu geführt, dass aus den hübschen auch schnelle Autos wurden.
Wie eigentlich bei jedem frisch gekauften Slotcar, muß auch diese Dodge Viper zunächst komplett zerlegt werden:
Nachdem das Modell komplett zerlegt wurde, schauen wir uns die Bodenplatte und den Chassisrahmen an. Beide sollten komplett plan auf der Richtplatte aufliegen. Tippe ich auf eine der Ecken, darf sich nichts bewegen. In diesem Beispiel war die gesamte Bodeneinheit gerade bzw. plan. Sollte das nicht der Fall sein, dann hilft nur vorsichtiges Biegen oder noch vorsichtigeres Hämmern. Im Zweifel jemanden fragen, der damit schon Erfahrungen hat!
Jetzt nehmen wir uns die Achsböcke und Kugellager vor. Ich(!) tausche die Kugellager gegen offene Kugellager aus. Der Ausbau der Original-Kugellager kann manchmal etwas schwierig werden. Es gibt zwar auch Spezialwerkzeuge zum Auspressen von störrischen Kugellagern. Da ich die ausgebauten Kugellager jedoch anschließend entsorge, hilft mir auch ein Ritzelabzieher.
Wer Geld sparen will, kann die Original Kugellager auch in Isopropylalkohol oder Bremsenreiniger entfetten. Anschließend trocknen lassen und dann mit Kugellager-Öl ganz leicht ölen.
Vor dem Einbau der Kugellager sollte die Ausrichtung der Achsböcke noch mit einem Dagtool überprüft werden. Bei geringen Abweichungen muss hier mit sanfter Gewalt nachgeholfen werden.
Ebenso kommen jetzt die offenen Kugellager zum Einsatz (s.o.).
Der Motor läuft passiv zwei Stunden ein (zwei Tropfen Öl vorher nicht vergessen!), wird anschließend in Isopropylalkohol gespült, über Nacht getrocknet und anschließend wieder geölt.
Für einen angenehmeren Sound tausche ich das Getriebe gegen Kunststoffritzel und -zahnrad aus (12/33er Übersetzung nach Reglement!).
Das Kabel verlege ich durch zwei zurechtgeschnittene Schrumpfschläuche (mit Sekundenkleber am Chassis fixiert) unterhalb der Vorderachse.
Last not least kommen wir zu den Schleifern. Hier greife ich auf die bewährten verzinnten Schleifer von Slot.It (Bestell-Nr. SP18) zurück!
Wenn das Chassis wieder zusammengebaut ist, dann lasse ich Getriebe mit angebauter Hinterachse abschließend bei mittlerer Drehzahl (oder 5-6 Volt) eine Stunde einlaufen!
Diese Arbeitsschritte sind nach meiner(!) Erfahrung, das Minimum an Vorbereitung, um bei uns im Renncenter Segeberg/Schieren in unserer(!) Clubserie einen RevoSlot konkurrenzfähig bewegen zu können…
Es gibt noch eine ganze Reihe von Stellschrauben, die auch nach unserem Reglement zusätzlich justiert werden können:
- Reifen schleifen
- Leitkiel bearbeiten
- Spezielle Kugellager
Aber die Reifen fahre ich persönlich lieber auf der Bahn ein. Und da soll die Viper jetzt zubeißen!
Bei der Anfertigung dieser Tuning-Anleitung bin ich im Netz auf verschiedene Videos gestoßen, die sehr gut die handwerklich überschaubaren Maßnahmen zeigen, mit denen man einen Revo wirklich flott machen kann… aber nicht immer nach unserem(!) Reglement!
Viel Erfolg!








