Aktuelle Ergebnisse / Tabelle (FunCup)
Die Renntermine der Saison 2025 sind im Kalender eingepflegt!
Rennen 5
Die wenigen Zusagen im Forum boten Anlass zur Sorge, dieses Mal in ein tiefes Ferien-Sommerloch zu stürzen. Jedoch fanden am Rennabend erfreulicherweise acht Slotter den Weg zum „Circuito Nero“ in Schieren. Überraschungsgast der Veranstaltung: Basti. Er hatte sich spontan zum Besuch im Club enschieden, um seinen bis dahin verkorksten Freitag durch Freude am Fahren (und am Schnacken) doch noch zu „retten“.
Frank S. hingegen hatte für diesen Abend eigentlich Pläne abseits des FunCups: Einstellfahrten und Training auf der Holzbahn für das Mini-Z Rennen in der kommenden Woche. Aber sein Vollblut-Racer-Herz gepaart mit großer Leidenschaft für die Carrerabahn waren wohl der Grund dafür, dass er sich in einem Moment der Schwäche (erneut) zu uns gesellte, um das Rennen mitzufahren.
Die Trainingszeit vor dem Rennen wurde am ausgiebigsten von Uli, Frank O., Levin und Lars genutzt. In dieser Session etwas sparsamer unterwegs waren Willi, Molle, Frank S. und Basti. Um die 200 bis 300 grip-spendende Runden pro Spur kamen im Training zusammen und damit gleichzeitig jede Menge Erkenntis zur Performance der Autos. Absoluter Überflieger an diesem Abend: der rote Nissan, beinahe wie vom Scaleauto-Stern. Knapp dahinter der babyblaue GT40 und auch der Aston Martin ging unerwartet flott über die Bahn. Mit dem Lambo ließen sich wieder durchaus vernünftige Rundenzeiten erreichen, vorausgesetzt man kam mit dem bekannt zickigen Fahrverhalten zurecht (die Karre ist halt ne italienische Diva). Dem weißen Ferrari und der gelben Corvette wurden mit dosiertem Volt-Boost zwar etwas mehr Leben eingehaucht, dennoch blieben sie die lahmen Pferdchen im Stall.
Autos und Fahrer ordentlich vorbereitet fürs Rennen, ein letzter Glimmstengel von Molle verkonsumiert, nun konnte es losgehen: erster Lauf des Rennens mit Willi, Uli, Levin und allen drei Frank’s an den Reglern, Lars an der Tastatur und Basi als Einsetzer. Alle Fahrer kamen sauber vom Start weg, danach ging es Runde um Runde hochkonzentriert zur Sache. Einige eigenverschuldete Rausfaller sowie der eine oder andere Rennunfall waren in der Hitze des Gefechts dennoch unvermeidlich.
Anekdote am Rande: ein auf der Leertaste ruhender Zeigefinger für die perfekte Reaktionszeit beim Chaos-Ruf kann bei etwas weniger Konzentration bzw. Müdigkeitsanfall schnell mal zu einer unnötigen Rennunterbrechung führen. Daher für Lars die Lektion des Abends: in Zukunft die Flossen besser neben der Tastatur parken!
Zum zweiten Lauf wurde Lars auf orange ins Rennen geschickt. Basti ging als Streckenposten nochmal in die Verlängerung und durfte dann ab dem dritten Lauf ins Renngeschehen eingreifen.
Frank S. und Lars von Beginn an sehr schnell und ohne selbstproduzierten Abflug unterwegs. Jedenfalls bis zu dem Zeitpunkt, an dem es einem der beiden Kontrahenten dann doch dieses eine verflixte Mal das Auto aus dem Slot hob. Uli konnte vom Speed her eigentlich auch locker vorne mithalten, verlor aber sukzessive an Boden, weil sein Gefährt das eine oder andere Mal zuviel neben der Spur lag.
Nachhaltiges Kopfzerbrechen dürfte Uli der Stint auf weiß neben Frank O. auf grün bereitet haben. Obwohl Uli über eine Runde gesehen einen Ticken schneller fahren konnte als sein Nachbar, war ein Überholen ohne Risiko kaum möglich. Der Pilot des zum Übersteuern neigenden Aston, in wild entschlosser Fahrt und ohne Rücksicht auf Verluste, gab Uli nur wenig Raum zum Vorbeiziehen (es schwenkte ja auch niemand eine blaue Flagge), woraus schlußendlich mehrere Rennunfälle zwischen den beiden resultierten. Doch irgendwann gelang Uli der längst überfällge Überholvorgang. Die Freude darüber währte allerdings nicht lange: schon kurz nach einer der folgenden Chaosphasen erreichte der Ferrari erneut den Windschatten des edlen Sportwagens aus britischer Manufaktur und das Spielchen ging von vorn los.
Gegen Ende des Rennens wurde es im Wettstreit um den vierten Platz (Molle & Willi) sowie um den sechsten Platz (Levin & Basti) noch einmal richtig spannend. Levin musste seinen letzten Lauf auf der langsamsten, der gelben Spur absolvieren. Mit anfangs noch einer Runde Rückstand hinter Basti (grüne Spur) war die Chance nur noch minimal, die Reihenfolge zu seinen Gunsten drehen zu können. Aber weil Levin weitestgehend fehlerfrei fuhr, während Basti sich mehrere Rausfaller leistete, waren die Positionen am Ende tatsächlich getauscht – sogar einigermaßen deutlich mit einer Runde Vorsprung für Levin.
Unfassbar knapp war der Rennausgang zwischen Molle und Willi: beide mit gleicher Rundenanzahl im Ziel, Gesamtfahrzeit von Molle um nur 84 Hundertstelsekunden schneller als die von Willi! Zum Vergleich: ein kurzer Fingerschnipp dauert ungefähr lang wie dieser Zeitabstand – probiert es ruhig mal aus…
Und was geschah auf den beiden vorderen Plätzen? Da gelang Lars das, was Frank S. sich wohl als kleine Nebenherausforderung vorgenommen, aber nicht vollbracht hatte: ein Rennen komplett ohne strafzeitwürdigen Abflug durchzuziehen. Für den Rennsieg sollte es allerdings nicht reichen, der ging mit einer Runde Vorsprung verdient an Frank. Außerdem konnte unser Carrera-Spezi während des Rennens gleich zwei neuen FunCup Rundenrekorde aufstellen (rot: 7,749s / grün: 7,934s) – wirklich beeindruckend!
Ein dickes Dankeschön geht an unseren allzeit fleißigen Mechaniker (und Rennleiter) Molle. Bis auf einen kurzen Boxenstopp für den Lambo liefen die Autos über das gesamte Rennen hinweg sehr zuverlässig und durchweg performant!
Wieder ein unterhaltsamer Rennabend, der wie im Fluge verging – Forsetzung folgt noch diesen Monat, nämlich am 29. August…
Rennen 4
Vor dem Vergnügen war an diesem Renntag zunächst etwas Arbeit angesagt: Putzen der Stromleiter und Absaugen der Carrera-Schiene. Während Molle, Frank und Lars sich mit Hingabe der Bahnpflege widmeten, übernahm Uli den Service für die sechs FunCup Boliden. Nach längerer Auszeit ist Uli endlich zurück im Rennzirkus, worüber wir uns alle sehr freuen!
Als fünfter Mann am Fahrerstand kam später glücklicherweise noch Andi dazu, da war das Training bereits schon in vollem Gange. Im Training zeigt sich bereits, dass an diesem Abend rot, blau und orange zu den schnelleren Spuren zählten, während auf grün und gelb nur unterdurchschnittliche Rundenzeiten zu erzielen waren. Trotz des reduzierten Starterfelds wollten wir im Rennen aber alle sechs Spuren fahren. In jedem Lauf musste somit jeweils die Spur des fehlenden Fahrers leer bleiben.
Im Rennen selbst entwickelte sich an der Spitze ein spannendes Duell zwischen Uli und Lars. Molle war ebenfalls gut bei der Musik, aber sicher unter seinen Möglichkeiten unterwegs. Ihm waren zwei Handicaps auferlegt: leicht kratziger Hals und parallel zum Rennfahren für die Chaos-Taste zuständig. Es reichte am Ende immerhin zu Platz 3 – mit nur einer Runde Rückstand hinter Uli.
Obwohl Uli in der Lage war, konstant etwas schnellere Rundenzeiten als Lars auf die Schiene zu brennen, konnte sich Lars auf den Spuren von rot bis grün ohne Rundenverlust über die Distanz retten. Die Entscheidung brachte die orangene Spur: dort wurde der Lambo bei Ulis Fahrt zwischenzeitlich sehr langsam, was natürlich kein plötzliches Defizit fahrerischen Könnens war, sondern an verminderter Stromaufnahme lag. Das Problem konnte während einer kurzen Unterbrechung durch Richten der Schleifer nachhaltig behoben werden. Dennoch war der bereits erlittene Zeitverlust signifikant.
Das Leid des einen war hier das Glück des anderen, denn ohne diese technische Panne wäre die Hatz um Platz 1 mit Sicherheit deutlich knapper geworden. Und bei gleicher Rundenzahl hätte Uli wohl die bessere Gesamtzeit gehabt. Doch hätte, wäre, wenn… schlußendlich erreichte Lars das Ziel nach 268 gefahrenen Runden mit zwei Runden Vorsprung vor Uli und konnte damit seinen ersten FunCup Sieg feiern!
Beim nächsten Rennen am 1. August können wir hoffentlich wieder mit einem größeren Fahrerfeld an den Start gehen – ob Stammfahrer oder Gast, alle sind herzlich willkommen!
Rennen 3
Nach recht langer Durststrecke ohne Fun Cup fand nun Ende Mai das dritte Rennen dieser Saison statt. Immerhin sechs Fahrer hatten sich zum Training eingefunden. Während der Trainingsrunden stelle sich heraus, dass die gelbe Corvette mit Vollgas und quasi in Spazierfahrt um jede Kurve ging. Kurzerhand wurde ein kleiner Spannungs-Boost spendiert, um dem Motor auf diese Weise etwas mehr Agilität zu entlocken.
Kurz vor dem Rennen kam noch die Idee auf, dass bei Betrieb von sechs Spuren ein siebter Fahrer durchaus komfortabel sein könnte. Ruschi hat sich dann irgendwie am wenigsten gegen diese Idee gewehrt und wurde vom Sofa weg spontan für eine Teilnahme am Rennen engangiert. Um es vorweg zu nehmen: der damit einhergehende Mangel an Trainingsrunden hat ihm nicht geschadet; trotz dieses „Handicaps“ hat er dennoch locker den Platz ganz oben auf dem Siegertreppchen herausgefahren. Kompliment!
Der erste Lauf wurde direkt mit einem Frühstart von Lars auf der blauen Spur eingeläutet. Ziemlich unnötig, aber der Rückstand war schnell wieder aufgeholt, da die blaue neben der roten Spur an diesem Abend mit die schnellsten Rundenzeiten zuließ.
Derweil verzweifelte Willi etwas an dem orangenen Lambo. Die schwache Bremse führte zu einer Folge von Abflügen eingangs der giftigen Kurve am Ende der Fahrerplätze. Er sollte am Ende nicht der Einzige bleiben, den das besondere Fahrverhalten des Lambos in Schwierigkeiten brachte. Molle experimentell mit Findus-Regler ausgestattet und in den ersten Läufen noch vielversprechend auf Platz 2 im Windschatten von Ruschi unterwegs, musste bei seiner späten Fahrt auf orange dann so richtig Federn lassen; sprich Platzverlust an Willi, der nun mit viel Erfahrung und wie ein Uhrwerk seine schnellen Runden drehte. Nur mit dem Wechsel zurück zu seinem bewährten „Bügeleisen“-Regler konnte Molle Schlimmeres verhindert, denn Lars war auf dem vierten Platz auch nicht mehr weit entfernt. Orange ist damit wohl diejenige Spur, auf der es derzeit wenig zu gewinnen aber viel zu verlieren gibt.
Hinter Lars sicherte sich Andi durch seine solide und eher unaufgeregte Fahrweise den respektablen fünften Platz. Überraschung des Abends war sicher der vorletzte Platz von Levin, der in der Endabrechnung zwei Runden mehr als Frank O. auf dem Zettel stehen hatte. Doch zur Ehrenrettung von Frank sei hier erwähnt: an diesem Tag musste er beruflich bereits zu nachtschlafender Zeit um halb drei Uhr morgens aus den Federn und hatte am Abend somit bereits einen extrem langen Tag in den Knochen… so ein Pensum ist der Konzentration am Ende des Tages sicher nicht förderlich. Daher: Hut ab vor dieser Ausdauerleistung!
Rennen 2
Zum zweiten Rennabend der diesjährigen Fun Cup Saison fanden glücklicherweise wieder mehr Slotter den Weg nach Schieren als noch zuvor beim Saisonauftakt. Mit neun Teilnehmern war vollständiges Starterfeld inklusive Rennleiter und Einsetzern garantiert. Neben den Lokalmatadoren Frank S., Molle, Andi und Frank O. war erfreulicherweise auch Willi aus Ratzeburg wieder mit von der Partie. Zwei Vater/Sohn-Gespanne, namentlich die Newcomer Tommi und Nils sowie Lars und Levin ergänzten das Starterfeld und freuten sich wie Bolle auf die bevorstehende Rennaction.
Um sich an Autos und Bahn zu gewöhnen, wurden insbesondere von den weniger erfahrenen Fahrern zunächst hunderte Trainingsrunden abgespult, womit die Piste am Ende des Trainings bereits mit ordentlich Grip versehen war.
Multitalent Molle nutzte die Vorbereitungszeit, um dem roten und orangenen Wagen neue Motoren zu spendieren, weil es den altgedienten Motoren mittlerweile deutlich an Leistung fehlte. Als Ersatz nutzte Molle ausgemusterte Pool-Motoren vom Vorjahr, welche aber nicht mit dem bislang im Fun Cup eingesetzten Motorentyp identisch sind. Das führte zu einem spürbar veränderten Fahrverhalten der beiden Slotcars: wieder mehr Power, aber die Bremsleistung war merklich schwächer als zuvor.
Und gegen 20 Uhr ging es dann los: das Rennen wurde mit dem ersten Lauf gestartet.
Schon im zweiten Lauf schien es dann direkt Probleme mit dem neuen Motor zu geben. Frank S. störte sich am merkwürdigen Fahrverhalten seines roten Renners. Eine erste Unterbrechung mit Check des Wagens ergab keinen Befund. Doch es wurde nicht besser. Beim zweiten Check dann die Erleuchtung: der vermeintliche Pilot des roten Nissans war in Wirklichkeit mit der gelben Corvette unterwegs. Überraschenderweise kam es noch nicht einmal zu einem Abflug aufgrund dieser Verwechslung. Irgendwie total sympathisch, dass selbst einem „alten Hasen“ an der Bahn so ein kleines Missgeschick passieren kann.
In der Folge gab sich Frank S. aber keine Blöße mehr, glänzte insbesondere auf der orangenen Spur und landete nach 262 Runden ganz oben auf dem Siegertreppchen. Die beiden dahinter platzierten Molle und Willi drehten ihre Runden ebenfalls souverän und sehr zügig, nur ein kleiner mechanischer Defekt am grünen Aston Martin (Rad ab) konnte Willi kurzzeitig stoppen.
Nicht minder spannend war das Duell am Ende des Feldes zwischen den Rookies Nils und Levin. Hier galt es für beide, sich schnell auf die Charakteristik der jeweils zu fahrenden Spur einzustellen und die Zahl der Rausfaller gering zu halten. Schlussendlich gelang dies Nils ein wenig besser und er beendete das Rennen mit vier Runden Vorsprung vor Levin.
Das war tatsächlich ein rasanter Abend in bester Fun Cup Manier! Nun müssen wir uns leider etwas in Geduld üben, denn das nächste Rennen findet erst am 30. Mai statt – hoffentlich erneut mit reger Beteiligung.
Rennen 1